Mittwoch, 9. September 2015

"Die Toten begraben, die Lebenden reparieren"



Der sportliche und lebenslustige Simon  hat einen schweren Verkehrsunfall.    Mit schweren Kopfverletzungen kommt der 19-Jährige  ins Krankenhaus. Diagnose: Hirntod.
Es werden Entscheidungen getroffen, ein Leben endet, andere Leben werden gerettet.
Wie reagieren Eltern auf den Tod ihres Kindes? Wie schnell müssen Entscheidungen getroffen werden wenn eine Organspende möglich ist?
Geschichten kreuzen sich in „Die Lebenden reparieren“.
Ärzte müssen schnell handeln und funktionieren, die rechtlichen Mechanismen müssen stimmen.
Wer entnimmt die Organe und wer bekommt sie?
Trotz diesem Schicksalsschlag geht das Leben der Betroffenen und Beteiligten weiter. Es werden 24 fesselnde Stunden beschrieben.

Meine Meinung:
Ich finde das Thema ist ziemlich gut umgesetzt und detailliert beschrieben. Allerdings muss man beachten, dass sich die Geschichte in Frankreich abspielt wo die Gesetze zur Organtransplantation noch etwas anders sind als in Deutschland. Es ist erstaunlich wie viele Personen an so einem Ereignis teilhaben. Nicht nur die trauernden Angehörigen werden beschrieben, sondern auch die Hintergründe und der Alltag der behandelnden Ärzte oder Krankenschwestern.
Leider hatte ich das Gefühl, dass gegen Ende die Ärzte und Schwestern oder sogar dessen Partner eine gesonderte Stellung zugeordnet wurde und zum Beispiel die Gefühle von Simons Freundin fast ganz untergegangen sind. Das fand ich wirklich sehr schade.

Wertung:  *** (3von5)