Freitag, 20. November 2015

[Rezension] Das Mädchen,das rückwärts ging - Kate Hamer



http://www.amazon.de/Das-M%C3%A4dchen-das-r%C3%BCckw%C3%A4rts-ging/dp/3716027243/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1448042429&sr=1-1&keywords=das+m%C3%A4dchen+das+r%C3%BCckw%C3%A4rts+ging


  • Erstausgabe : 01.04.2015
  • Verlag : Arche
  • ISBN: 9783716027240
  • Flexibler Einband 416 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 16,99€



Inhalt:

In Norfolk, England wird die 8-jährige Carmel entführt. Auf einer Veranstaltung verliert Beth ihre Tochter und sucht sie vergeblich.  Die Polizei tappt im Dunkeln, es gibt keine Hinweise darauf wo das kleine Mädchen sein könnte. Beth gibt sich selbst die Schuld daran, dass sie ihr Kind verloren hat. Währenddessen beginnt für Carmel eine ungewöhnliche Reise. Sie glaubt ihre Mutter sei bei einem Unfall verletzt worden und ihr Großvater habe sie in seine Obhut genommen. Die Zeit vergeht. Es beginnt eine schwere Zeit für Mutter und Tochter. Langsam verlieren beide die Hoffnung einander wiederzusehen.

Meine Meinung:
Auch wenn dieser Roman kein Thriller ist, ist es genauso spannend. Der Fokus bei diesem Roman liegt bei den Gefühlen von Mutter und Tochter. Die Polizeiarbeit, welche bei den meisten Entführungsfällen im Fokus steht, wird hier fast ganz außer Acht gelassen. Was ich persönlich sehr gut finde. Panik und das Gefühl der Ohnmacht der Mutter wird greifbar. Man kann sich in sie hineinversetzen, genauso wie in die Tochter. Die Tatsache dass wir wissen was passiert ist, lässt die Tragödie in einem ganz anderen Licht erscheinen als die beiden es erleben.  
Auch wenn Carmel sich an ihre Situation gewöhnt, hofft man als Leser dass Mutter und Kind sich wiedersehen. Je länger sie getrennt sind, was durch die Zeitangaben der Mutter deutlich wird, desto eher spürt man die Hoffnungslosigkeit. Durch den ständigen Perspektivwechsel bleibt man in der Zeit und kann das Geschehen mitverfolgen. Was geht in einem Menschen vor der ein kleines Mädchen entführt? Wie kann jemand so grausam sein und was sind die Pläne eines solchen Menschen? Das sind Fragen die sich der Leser immer wieder stellt.
Die achtjährige Carmel bekommt vom angeblichen Großvater einen neuen Namen, Mercy, was Barmherzigkeit bedeutet. Was hat es damit auf sich?
Ich finde dieses Debut der Autorin ist sehr gelungen, ein sehr berührender Roman.
Ich gebe 4 von 5 Sternen.