Montag, 8. Februar 2016

[Rezension] Wir waren hier - Nana Rademacher

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 18.01.2016
Aktuelle Ausgabe : 18.01.2016
Verlag : Ravensburger Buchverlag
ISBN: 9783473401390
Fester Einband 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 14,99€
Anna lebt mit ihren Eltern in Berlin. 2039, in einer Welt in der es nur noch heiß oder richtig kalt ist. Es ist nicht das Berlin wie wir es heute kennen. Die Stadt ist fast ausgestorben und Essen und Strom ist nur noch Mangelware. Soldaten beherrschen die Stadt. Anna muss sich wie viele andere auch durchschlagen und jedes Essen was sie findet ist lebensnotwendig. Ihre Eltern schaffen es nicht. Sie sterben und hinterlassen Anna in einem verlassenen Haus. Durch einen Laptop kann Anna noch kommunizieren und lernt so Ben kennen. Zusammen beschließen sie ein neues Leben anzufangen und dem ganzen Elend zu entkommen. Sie werden von Soldaten aufgegriffen und getrennt. Anna kommt in ein Mädchenheim und weiß nicht was die Soldaten mit Ben gemacht haben. Werden sie sich wiedersehen?

Dystopien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Es gibt gute und es gibts schlechte. Diese hier ist besonders schwer zu bewerten. Die Thematik fand ich ganz spannend und durch den Klappentext hab ich echt Lust bekommen das Buch zu lesen. Ich muss leider sagen dass es mich ziemlich entäuscht hat. Das Buch wurde ich drei unterschiedliche Teile aufgeteilt,wobei der letzte Teil nur aus einer Seite entsteht. Die Aufteilung habe ich mein Lesen auch sehr stark bemerkt, da sie nicht nur unhaltlich unterschiedlich waren sondern auch vom Layout. Der erste Teil besteht aus Blogeinträgen von Anna und aus einem Chat zwischen Anna und Ben. Der zweite Teil ist wie ein normaler Roman gestaltet. Der erste Teil hat mir wirklich starke Probleme bereitet. Der Schreibstil hat mir gar nicht gefallen und ich hätte am liebsten laut geschrieen bei manchen Sätzen, so unetrirdisch habe ich sie empfunden. Der zweite Teil wurde langsam besser aber manche Ausdrücke wie z.B. "finalbescheuert" gingen mir tierisch auf die Nerven. Allerdings muss man bedenken dass es sich um ein Jugendbuch handelt und keine so hochgestochene Sprache erwarten darf. Ab der Hälfe des Buches konnte ich es ganz flüssig lesen und hatte mit dem Schreibstil nicht mehr ganz so große Probleme.
Die Geschichte hatte für mich nicht genug Tiefe. Ich hatte nicht das Gefühl mich in die Protagonistin hineinversetzen zu können und das Erlebte  empfand ich auch als recht emotionslos geschildert.Das fand ich wirklich schade, da der  Ansatz und die Idee dieser Geschichte doch mehr Potenzial gehabt hätte. Ich wollte dem Buch erst zwei Sterne geben, aber da mir die Geschichte ab der Hälfte dann doch ganz ok gefallen hat gebe ich dem Buch insgesamt drei Sterne.