Donnerstag, 27. Oktober 2016

[Rezension & Buchtipp] Büder für immer - Rindert Kromhout


Passend zu den diesjährigen Gästen der Frankfurter Buchmesse "Flandern & die Niederlande" stelle ich euch heute ein Buch von dem niederländischen Autor Rindert Kromhout. Anfand des Monats habe ich es ausgelesen. Und es hat mich wirklich nachhaltig beschäftigt. Ich fand es einfach großartig.


Erscheinungsdatum Erstausgabe : 30.09.2016
  Verlag : mixtvision
ISBN: 9783958540682
Flexibler Einband 256 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 14,90 €


Der Erzähler der Geschichte ist der junge Quentin Bell. Er und sein Bruder sind die Kinder von Clive und Vanessa Bell.
Die Geschichte handelt von der chaotischen Künsterlfamilie Bell. Der Vater, Clive, lebt in London, die Mutter, Vanessa zieht mit ihren beiden Söhnen aufs Land. Mit von der Partie ist ihr neuer Freund Duncan und die kleine  Tochter von Vanessa, Angelica. Außerdem ist ein weiter Freund der Familie mit in das Landhaus gezogen.  Das Haus ist farbenfroh eingerichtet und die Kunst steht an erster Stelle. Nachbarn und Einwohner des Dorfes finden die neuen Mitbewohner sehr skurill.
Die Kinder merken selbst nicht, dass ihre Familie anders ist und nicht so lebt wie eine konventionelle Familie Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die berühmte Tante Virginia Woolf spielt eine wichtige Rolle. Quentin hat seinem Bruder versprochen ein Buch über ihn zu schreiben, wenn dieser stirbt. Julian beschließt nämlich, als Quentin zwölf Jahre alt ist, in den Krieg zu ziehen. Die Geschichte soll das Werk darstellen, welches Quentin nach Julians Tod verfasst haben soll.













Die Protagonisten um die Bloomsbury - Group haben wirklich gelebt. Das Buch hat biogragfische Anteile, erhebt aber keinerlei Anspruch auf die Wahrheit. Ich wurde nach nach Buch ziemlich neugierig und habe mir gleich die Biografe von Virginia Woolf gekauft, welche von dem "echten" Quentin Bell verfasst worden ist.
Das Buch ist für Kinder und Jugendliche ab zwölf. Allerdings habe ich mich mit meinen 23-Jahren super wohlgefühlt mit diesem Buch. Ich kann es auch jedem Erwachsenen empfehlen, der gerne über die Familie etwas lesen möchte oder generell Coming of Age Geschichten liest.
Abgesehen vom Inhalt, wirkt das Cover meiner Meinung nach auch nicht wie ein typisches Kinder beziehungsweise Jungendbuch. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
Man weiß das der fiktive Quentin die Geschichte schreibt, als er bereits älter ist. Allerdings geht die Kindlichkeit nicht verloren, da er in der Geschichte oft ernste Fragen auf kindliche Weise stellt und er altersgerechte Antworten bekommt.
Dadurch können auch Leser den ernsten Hintergrund und die Geschehnisse rund um den Krieg und Faschismus verstehen.
Der Roman spiegelt die künsterliche Aufbtuchtimmung der 20/30-Jahre wieder. Wir erfahren viel mehr als nur die Beziehung zwischen den beiden Brüdern.
Ich hatte sehr viel Spaß am Lesen und das Interesse an den Künstlern dieser Zeit wurde in mir geweckt. 
Das Buch hat alles zu bieten, was einen guten Roman ausmacht.