Samstag, 15. Juli 2017

[Rezension] Das geheime Leben des Monsieur Pick - David Foenkinos

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 13.03.2017
  • Verlag : DVA
  • ISBN: 9783421047601
  • Fester Einband 336 Seiten
  • Sprache: Deutsch
    Preis: 19,99€
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  • Im bretonischen Crozon gibt es eine Bibliothek, die anders ist als alle anderen Bibliotheken. Dort werden vom Verlag abgelehnte Manuskripte angenommen.
    Die junge und erfolgreiche Pariser Lektorin Delphine  reist mit ihrem Partner und erfolglosem Autor Frédéric in die Bretagne um dort ihre Eltern zu besuchen. In dem kleinen beschaulichen Ort Crozon stößt sich in der Bibliothek auf einen außergewöhnlichen Fund. Dort wurde ein Manuskript von dem bereits verstorbenen Pizzabäcker Monsieur Pick hinterlegt.
    Jeder im Ort kennt ihn aber keiner wusste dass er Interesse an Literatur hatte, geschweige denn in der Lage dazu war, ein Buch zu schreiben.
    Trotz vieler Ungereimtheiten wird das Buch veröffentlicht und zieht einen enormen Erfolg mit sich.
    Nicht nur das Leben von Delphine verändert sich, sondern auch das Leben der Witwe von Monsieur Pick und deren Tochter Josephine.
  • "Auf die ein oder andere Weise erkennt sich ein Leser in einem Buch immer selbst wieder. Angeregtes Lesen ist die totale Egomanie. Man ist automatisch auf der Such nach dem, was einen persönlich anspricht." 


  • Die Grundidee finde ich grandios. Das Vorbild dieser Bibliothek ist eine Bibliothek in Amerika, die tatsächlich abgelehnte Manuskripte annimmt.
    Als ich auf der Autorenlesung war, hat David Foenkinos erzählt, dass es nach der Veröffentlichung von "Das geheime Leben von Monsieur Pick" Menschen gibt, die in die Bretagne reisen um dort ihre Manuskripte abgeben wollen.
    Ich finde es toll wenn Bücher es schaffen, Menschen zu etwas außergewöhnlichem zu bewegen.

    Der Autor hat es geschafft, den französischen Charme auf Papier zu bringen. Der Schreibstil von ihm in toll und lässt sich wirklich gut lesen.
    Was mich gestört hat, sind die Fußnoten. Der Lesefluss wurde dadurch extrem gestört und ich hatte das Gefühl in einem Sachbuch oder einem Fachbuch für die Uni zu lesen.
    Die Charaktere haben mir allesamt gefallen, leider hat mir ein wenig die Tiefe gefehlt, und ich konnte wenig Bindung zu den Personen aufbauen, da doch recht viele vorkamen und wir keinen Protagonisten im ursprünglichen Sinne haben.

    "Glück ließ sich selbst auf mit Leid gepflastertem Boden aufbauen. Doch das war leichter gesagt als getan, Städte haben mehr Zeit zum Wiederaufbau als Menschen." Wer Bücher liebt wird diesen Roman mögen. Was gibt es besseres als Bücher über Bücher?

    Das Ende hat mich leider enttäuscht, beziehungsweise hat mir nicht gefallen.

    Trotzdem kann ich sagen, dass dieses Buch leichte Unterhaltung ist die Spaß macht.