Samstag, 30. Januar 2016

[Rezension] Die schützende Hand - Wolfgang Schorlau


  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 12.11.2015
  • Aktuelle Ausgabe : 12.11.2015
  • Verlag : Kiepenheuer & Witsch
  • ISBN: 9783462046663
  • Flexibler Einband 381 Seiten
  • Sprache: Deutsch 
  • Preis: 14,99€
  • Reihe: 8.Band der Georg Dengler Reihe
    (kann aber auch als Einzelband gehandhabt werden)



    Georg Dengler, ehemaliger Zielfahnder des BKA, ist mittlerweile Privatdetektiv in Stuttgart. Ein anonymer Auftraggeber engagiert in für einen neuen Fall und bietet im hohe Geldsummen dafür. Der Auftrag schein zunächst leicht verdientes Geld zu sein. Dengler soll nämlich herausfinden wer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt erschossen hat. Die beiden NSU-Mitglieder, sie sich selbst erschossen haben. Im Rahmen seiner Ermittlungen stellt er jedoch schnell fest, dass es Ungereimtheiten bei diesem Fall gibt, und der vermeintliche Suizid vielleicht doch nicht ganz der Wahrheit entspricht.
    Hinzu kommt, dass er herausfindet, das ein ehemaliger Kollege von ihm vom BKA in die Sache verwickelt zu sein scheint. Es stellt sich die Frage was der BND und die Staatssicherheit mit der Sache zu tun haben.



„Die schützende Hand“ ist bereits der achte Fall von Georg Dengler, für  mich war es der erste. Ich hatte keine Probleme mich in die Geschichte einzufinden und mit den Personen zu R echt zu kommen. Besonders die Personenauflistung am Anfang es Buches hat die Sache ziemlich erleichtert. Dadurch, dass die Geschichte zwischen Orten, Zeit und Handlungssträngen hin und her springt, hat es einiges an Konzentration gekostet dem ganzen zu folgen. Da die Story aber hochbrisant und aktuell ist, hatte ich damit keinerlei  Probleme. Wolfgang Schorlau hat für diesen Thriller sehr viel recherchiert und es gibt auch einen relativ langen Anhang mit Bildern und Verweisen auf Dokumente etc.. Es hat nicht nur Spaß gemacht diesen Thriller zu lesen, es war auch sehr spannend mehr über die NSU und die ganzen Hintergründe herauszufinden, die man so vielleicht noch nicht kannte.
Beate Zschäpes Prozess ist noch nicht beendet und die Medien berichten immer noch über sie. Durch dieses Buch werden Missstände an die Öffentlichkeit gebracht. Auch wenn dies nur eine entwickelte Theorie von Georg Dengler ist (im Nachwort ist zu lesen, dass es auch eine Theorie von dem Autor selbst ist). Ich habe während dem lesen und nach beenden diesen Werkes viel darüber nachgedacht und es ist ein bitterer Nachgeschmack geblieben über die möglichen Ungereimtheiten.
Sehr interessant und sehr zu empfehlen an Personen die gerne Thriller lesen und politisch interessiert sind.