Sonntag, 19. Februar 2017

[Rezension] Perfect girl- Gilly MacMillan

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.02.2017
  Verlag : Knaur Taschenbuch
ISBN: 9783426520567
Flexibler Einband 464 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 14,99€
Zoe Maisey, ein siebzehn-jähriges Mädchen, ist ein echtes Klaviertalent.
Auch ihr Stiefbruder Lucas, hat großes musikalisches Talent. Zusammen mit ihrer Mutter und seinem Vater und deren gemeinsames Baby Grace leben die beiden Teenager seit kurzer Zeit in einem recht ansehnlichen Haus.
Was die neuen Familienmitglieder von  Zoe nicht wissen, ist dass sie wegen Totschlags in Jugendarrest war. Vor drei Jahren hatte sie einen Autounfall und ihre drei Beifahrer sind ums Leben gekommen.  Chris Kennedy und sein Sohn Lucas dürfen niemals von ihrem dunklem Geheimnis erfahren, schärft Zoes Mutter ihr immer wieder ein.
Aber als eines Tages Lucas und Zoe gemeinsam in einer Kirche ein Klavierkonzert geben, taucht plötzlich jemand auf, der völlig außer sich ist und Zoe als Mörderin beschimpft.
Noch am selben Tag  ist Zoe Mutter tot…

Soviel zum Inhalt. Vorab muss gesagt werden, dass es sich hierbei meiner Meinung nach um keinen Thriller handelt, sondern eher um eine spannende Familiengeschichte mit tragischem Hintergrund.
Leider wusste ich das vorher nicht, und hatte ganz andere Erwartungen an das Buch.
Das Buch umfasst in der Gegenwart nur zwei Tage, es gibt ein paar Rückblicke, aber hauptsächlich spielt sich das Buch am Tag des Konzerts ab und an dem Tag danach.
Wer wissen will, was sich abgespielt hat, bevor Zoe  in Arrest kam, sollte unbedingt den Umschlag aufschlagen, denn dort  ist ein Zeitungsartikel zu dem Unfall abgedruckt – was ich als eine sehr tolle Gestaltungsidee empfunden habe, da es den Lesefluss in keiner Weise unterbrochen hat, da man die Informationen schon vorab erhalten hat.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven  erzählt, hauptsächlich von Zoe, ihrer Tante Tessa und ihrem Anwalt Sam. Dadurch bekommen wir verschiedene Blickwinkel auf das Geschehen und auf das Leben nach dem tragischen Unfall.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich bin sehr gut durch die Geschichte gekommen.  Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen, die kurzen Kapitel erleichtern dies ungemein.
Leider hatte ich manchmal das Gefühl auf Ort und Stelle stehen zu bleiben. Die Spannung, welche zu Beginn des Buches noch vorhanden war, wurde leider nicht aufrechterhalten. Teilweise wurde kurzzeitig die Hoffnung bei mir erweckt, dass es wieder spannend werden könnte, die Auflösungen aber ziemlich enttäuschend  waren.
Es handelt sich nicht um einen „Thriller“, sondern um einen soliden Familienroman. Aus diesem Grund muss ich leider Punkte abziehen, da ich doch sehr enttäuscht das Buch beendet habe.
Für jemanden, der dies weiß und sich auch darauf einstellen kann, kann ich diesen Roman dennoch empfehlen. Es ist eher seichte Literatur mit einer leichten Sprache, von der man sich nicht zu viel versprechen sollte.