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Samstag, 17. Februar 2018
Sonntag, 15. Januar 2017
[Hörbuchrezension] Anna und der Schwalbenmann - Gavriel Savit
Erscheinungsdatum Erstausgabe
:
29.02.2016
Verlag : Der Hörverlag
ISBN: 9783844521405
Audio CD: 6 h 18
Sprache: Deutsch
Preis: 16,99€
Verlag : Der Hörverlag
ISBN: 9783844521405
Audio CD: 6 h 18
Sprache: Deutsch
Preis: 16,99€
Anna ist ein kleines Mädchen, als 1939 in Krakau ihr Vater von den Deutschen mitgenommen wird. Er ist Jude und Anna versteht nicht warum ihr Vater sie auf einmal verlassen hat.
Kurz nachdem sie alleine gelassen worden ist, trifft Anna auf den mysteriösen Schwalbenmann.
Sie ist fasziniert von ihm, denn er beherrscht, genau wie ihr Vater, verschiedene Sprachen. Nicht nur die menschliche Sprache kann er, sondern auch die Sprache der Vögel. Er kann sie imitieren und lockt sie somit an. Nachdem er Anna so eine Schwalbe gezeigt hat, besteht er darauf, dass sie ihn Schwalbenmann nennt, denn echte Namen sind in der Welt voller Angst und Feindseligkeit sehr gefährlich.
Die beiden begeben sich auf die Reise, bei der es um das reine Überleben geht.
Sie laufen durch Städte und Wälder und kämpfen ums Überleben. Alles was Anna wissen muss, lernt sie von ihrem Begleiter.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört. Die Sprecherin hat mich sofort in ihren Bann gezogen und kann die Atmosphäre dieser düsteren und tragischen Story sehr gut rüberbringen.
Ich fand es sehr faszinierend, dass die kleine Anna so viele Sprachen spricht und fand es sehr toll wie diese den einzelnen Menschen zugeordnet sind. So spricht zum Beispiel Dr. Fuchsmann , der Apotheker, die Sprache der Gestapo. Anna mag alle Menschen und als ein Soldat, der dabei ist einen Mann körperlich zu missbrauchen zu ihr sagt, dass dieser kein Mann sei, sondern ein Jude, versteht sie die Welt nicht mehr.
Wir begleiten Anna und den Schwalbenmann auf ihren Weg durch den Krieg. Auf der einen Seite bekommen wir die Weltsicht eines Kindes geboten, die nicht versteht was vor sich geht, und auf der anderen Seite, die Ansicht eines Mannes, der seine Worte mit Bedacht wählt. So scheint es, dass alles was er sagt, von großer Bedeutung ist, teilweise sogar von philosophischer Wichtigkeit.
Das Unbegreifliche wird durch ihn begreiflich.
"Sie sehen aus wie junge Männer, oder? Aber das sind sie nicht. Die, die von Westen kommen - sie sind Wölfe. Und die, die von Osten kommen, sind Bären. Sie verkleiden sich als junge Männer, weil sie sich als Menschen leichter an Orten der Menschen bewegen können, auf Straßen und in Städten. [...] Die Wölfe und Bären mögen keine Menschen, und wenn sie einen Grund finden, dir wehzutun, dann werden sie es tun. Sie sind hier, weil sie die Welt mit ihrer eigenen Art bevölkern wollen. Sie versuchen, sich so viel Platz wie möglich zu schaffen, und das tun sie, indem sie die Menschen loswerden, und dazu kannst du jederzeit gehören." [S.89]
Dieser kurze Abschnitt macht deutlich, wie wichtig die Aussagen des Schwalbenmannes für Anna sind und wie wichtig sie für das Verständnis des Lesers, beziehungsweise Zuhörers sind.
Die Zielgruppe dieses Buches sind Jugendliche, und die Sprache ist sehr angemessen für eine junge Zielgruppe und dennoch beschönigt sie nichts.
Aber auch jeder Erwachsene kann dieses Werk „genießen“. Es ist keine leichte Kost und bringt einen zum Nachdenken. Es ist anders als viele andere Geschichten zu Zeiten des zweiten Weltkrieges.
Die Geschichte hat mich berührt, war aber teilweise doch sehr langatmig. Ich weiß nicht, ob mir sie besser als gedrucktes Buch gefallen hätte. Dennoch muss ich sagen, dass sowohl der Autor eine großartige Leistung vollbracht hat, als auch die Sprecherin, da es keine leichte Aufgabe ist, ein solches Buch zu vertonen.
Samstag, 12. November 2016
[Hörnbuchrezension] Black Rabbit Hall - Eve Chase
Erscheinungsdatum Erstausgabe
:
29.02.2016
Verlag : Random House Audio
ISBN: 9783837133592
Audio CD
Sprache: Deutsch
Laufzeit: 7h 13
Verlag : Random House Audio
ISBN: 9783837133592
Audio CD
Sprache: Deutsch
Laufzeit: 7h 13
Preis: 19,99€
Black Rabbit Hall Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert
Das junge Paar Lorna und Jon sind auf der Suche nach
einer geeigneten Location für ihre bevorstehende Hochzeit. In Cornwall stoßen die beiden auf einen
altes, wunderschönes Haus.
Auf Black Rabbit Hall. Lorna ahnt nicht, dass dieser Sommersitz eng mit ihrer
eigenen Vergangenheit verbunden ist…
Jahrzehnte zuvor hat die Familie Alton idyllische Tage und Abende dort verbracht…bis die vier Alton-Geschwister durch eine unfassbare Tragödie erschüttert worden sind.
Lorna erfährt langsam was in Black Rabbit Hall geschehen ist, und was das Ganze mit ihrem Leben zu tun hat.
Der erste Satz "Auf dem Klippenvorsprung fühle ich mich sicher, jedenfalls
sicherer als im Haus."
Jahrzehnte zuvor hat die Familie Alton idyllische Tage und Abende dort verbracht…bis die vier Alton-Geschwister durch eine unfassbare Tragödie erschüttert worden sind.
Lorna erfährt langsam was in Black Rabbit Hall geschehen ist, und was das Ganze mit ihrem Leben zu tun hat.
Der erste Satz "Auf dem Klippenvorsprung fühle ich mich sicher, jedenfalls
sicherer als im Haus."
Das Cover ist mir in einer Buchhandlung sofort ins Auge gesprungen und hat mich
direkt angesprochen.
Ich hab die Geschichte als Hörbuch gehört. Die Stimme war sehr angenehm, aber leider habe ich manchmal den Faden verloren und bin mit meinen Gedanken abgeschweift. Ich kann leider nicht sagen, ob es an der Geschichte gelegen hat, oder an der Sprecherin.
Die Beschreibung des Anwesens in Cornwall ist wirklich sehr gelungen.
Ich habe mir Black Rabbit Hall sehr gut vorstellen können- besonders als es darum ging, warum das Anwesen so genannt wird – dahinter steckt eine traurige Geschichte- die dem Ganzen für mich, noch mehr Authentizität gegeben hat.
Wie es oft bei Familiengeschichten ist, spielt auch diese in auf zwei Zeiteibenen. Dadurch hat die doch recht ruhige Story einen gewissen Schwung bekommen.
Leider muss ich sagen, dass mich Lorna und ihre Geschichte ein wenig genervt hat, auch mit ihrem Verlobten Jon konnte ich wenig anfangen.
Allerding konnte Amber Alton dies wieder wettmachen. Denn die Geschichte in der Vergangenheit hat mich zeitweise echt fesseln können. Leider wurde das Ende sehr schnell vorhersehbar und hat mir die Spannung genommen. Die düstere Athmosphäre, die nach der Tragödie auf dem Anwesen herrscht, wurde dennoch weiter aufrecht erhalten.
Ich fand die Geschichte solide, die Umsetzung war ok. Der Schreibstil war teilweise etwas holprig. Auch konnten mich die Charaktere nicht alle überzeugen. Teilweise waren sie sehr gut ausgearbeitet und teilweise eher weniger gut. Manche Charaktereigenschaften haben mich genervt, besonders von Lorna und Jon, aber das ist vermutlich Geschmackssache.
Ich habe schon viele Geschichten dieser Art gelesen und muss leider sagen, dass diese einer der schwächeren war. Das liegt vor allem daran, dass ich oft unbewusst Vergleiche mit Lucinda Riley Werken gemacht habe. Leider konnte Eve Chase mit dem Niveau von Lucinda Riley nicht mithalten.
Ich muss aber dazu sagen dass „Black Rabbit Hall“ das Debut von Eve Chase ist und noch viel Luft nach oben ist. Deswegen werde ich die Autorin weiter im Blick haben.
Ich hab die Geschichte als Hörbuch gehört. Die Stimme war sehr angenehm, aber leider habe ich manchmal den Faden verloren und bin mit meinen Gedanken abgeschweift. Ich kann leider nicht sagen, ob es an der Geschichte gelegen hat, oder an der Sprecherin.
Die Beschreibung des Anwesens in Cornwall ist wirklich sehr gelungen.
Ich habe mir Black Rabbit Hall sehr gut vorstellen können- besonders als es darum ging, warum das Anwesen so genannt wird – dahinter steckt eine traurige Geschichte- die dem Ganzen für mich, noch mehr Authentizität gegeben hat.
Wie es oft bei Familiengeschichten ist, spielt auch diese in auf zwei Zeiteibenen. Dadurch hat die doch recht ruhige Story einen gewissen Schwung bekommen.
Leider muss ich sagen, dass mich Lorna und ihre Geschichte ein wenig genervt hat, auch mit ihrem Verlobten Jon konnte ich wenig anfangen.
Allerding konnte Amber Alton dies wieder wettmachen. Denn die Geschichte in der Vergangenheit hat mich zeitweise echt fesseln können. Leider wurde das Ende sehr schnell vorhersehbar und hat mir die Spannung genommen. Die düstere Athmosphäre, die nach der Tragödie auf dem Anwesen herrscht, wurde dennoch weiter aufrecht erhalten.
Ich fand die Geschichte solide, die Umsetzung war ok. Der Schreibstil war teilweise etwas holprig. Auch konnten mich die Charaktere nicht alle überzeugen. Teilweise waren sie sehr gut ausgearbeitet und teilweise eher weniger gut. Manche Charaktereigenschaften haben mich genervt, besonders von Lorna und Jon, aber das ist vermutlich Geschmackssache.
Ich habe schon viele Geschichten dieser Art gelesen und muss leider sagen, dass diese einer der schwächeren war. Das liegt vor allem daran, dass ich oft unbewusst Vergleiche mit Lucinda Riley Werken gemacht habe. Leider konnte Eve Chase mit dem Niveau von Lucinda Riley nicht mithalten.
Ich muss aber dazu sagen dass „Black Rabbit Hall“ das Debut von Eve Chase ist und noch viel Luft nach oben ist. Deswegen werde ich die Autorin weiter im Blick haben.
Mittwoch, 4. Mai 2016
[Hörbuch-Rezension] Die Herren der grünen Insel - Kiera Brennan
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 15.02.2016
Aktuelle Ausgabe : 15.02.2016
Verlag : Random House Audio
ISBN: 9783837132885
herunterladbare Audio-Datei
Sprache: Deutsch
Irland im 12.Jahrhundert. Die grüne Insel ist in verschiedene Herrschaftsgebiete eingeteilt. Der Leitsatz
"Vier Familien, sechs Jahre Krieg und eine einzige Krone"
beschreibt die Lage sehr gut.
Die Geschichte wird aus Schicht verschiedener Hauptpersonen beschrieben. In dem Buch ist ein Lesezeichen beigefügt, auf welchem die Personen aufgelistet sind . Dem Hörbuch fehlt dies leider und es hat lange gedauert zu verstehen, wer zu welcher Familie gehört und in welcher Beziehung die jeweiligen Personen zueinander stehen.
Die Geschichte wird aus Schicht verschiedener Hauptpersonen beschrieben. In dem Buch ist ein Lesezeichen beigefügt, auf welchem die Personen aufgelistet sind . Dem Hörbuch fehlt dies leider und es hat lange gedauert zu verstehen, wer zu welcher Familie gehört und in welcher Beziehung die jeweiligen Personen zueinander stehen.
Zu Beginn lernt man Ascall von Toora und seinen Bruder Aillin im Kindesalter kennen. Jahre später ist Ascall ein brutaler Kriegsherr. Er entführt die Schwester seines Erzfeindes Riacan, Caitlin. Die Fronten der verfeindeten Familien verhärten sich und Riacan und sein Gefolge versuchen Caitlin O'Bjólan aus den Fängen Ascalls zu befreien. Nicht nur die Fehde dieser Familie ist Bestandteil dieses Romans. Eine weitere Handlung dreht sich um Pol. Er ist Waffenhändler und beliefert verschiedene einflussreiche Männer. Er ist sehr fädelt Intrigen ein und macht alles, was als Vorteil für ihn auslegen kann.
Schlachten werden gewonnen, Schlachten werden verloren. Es geht um Krieg und Intrigen.
Kiera Brennen hat mit diesem Werk einen echten Historien-Epos erschaffen. Die Handlung lässt sich sehr schwer zusammenfassen. Am Besten macht sich jeder selbst sein Bild.
Wer mit Aufmerksamkeit dieser Geschichte folgt, wird sehr viel Spaß damit haben. Es war für mich sehr interessant herauszufinden wer mit wem verbündet ist und welche Personen verfeindet sind. Es stellt sich schnell heraus, dass die Autorin gute Recherche betrieben hat. Orte, Personen und Handlungen sind sehr detailreich geschildert. Auch wenn man aus heutiger Sicht nicht sehr viel mit dem 12.Jahrhundert zu tun hat, konnte ich mir alles bildlich vorstellen.
Es ist sehr schwer zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und ich hab meine Meinung immer wieder geändert. Mal konnte ich die Handlungen nachvollziehen und die Charaktere wurden mir sympathisch. Es kam aber genauso oft vor, dass ich angefangen habe Personen zu hassen.
"Die Herren der grünen Insel" war ein wirklich tolles Hörerlebnis. Eine Auflistung der Personen wäre auf jeden Fall notwendig gewesen und hätte das Hörerlebnis nach besser gestaltet. Dafür ziehe ich einen Stern ab, da es doch sehr schwierig wart und ohne. Recherche und eigenen Mitschriften es für mich unmöglich gemacht hätte der Geschichte zu folgen.
Bewertung: 4 von 5 Sterne
Schlachten werden gewonnen, Schlachten werden verloren. Es geht um Krieg und Intrigen.
Kiera Brennen hat mit diesem Werk einen echten Historien-Epos erschaffen. Die Handlung lässt sich sehr schwer zusammenfassen. Am Besten macht sich jeder selbst sein Bild.
Wer mit Aufmerksamkeit dieser Geschichte folgt, wird sehr viel Spaß damit haben. Es war für mich sehr interessant herauszufinden wer mit wem verbündet ist und welche Personen verfeindet sind. Es stellt sich schnell heraus, dass die Autorin gute Recherche betrieben hat. Orte, Personen und Handlungen sind sehr detailreich geschildert. Auch wenn man aus heutiger Sicht nicht sehr viel mit dem 12.Jahrhundert zu tun hat, konnte ich mir alles bildlich vorstellen.
Es ist sehr schwer zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und ich hab meine Meinung immer wieder geändert. Mal konnte ich die Handlungen nachvollziehen und die Charaktere wurden mir sympathisch. Es kam aber genauso oft vor, dass ich angefangen habe Personen zu hassen.
"Die Herren der grünen Insel" war ein wirklich tolles Hörerlebnis. Eine Auflistung der Personen wäre auf jeden Fall notwendig gewesen und hätte das Hörerlebnis nach besser gestaltet. Dafür ziehe ich einen Stern ab, da es doch sehr schwierig wart und ohne. Recherche und eigenen Mitschriften es für mich unmöglich gemacht hätte der Geschichte zu folgen.
Bewertung: 4 von 5 Sterne
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