Donnerstag, 18. Februar 2016

[Rezension - Sachbuch] Der Krankheitswahn - Sebastian Herrmann



Erscheinungsdatum Erstausgabe : 27.04.2015
Verlag : Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 9783579070834
Fester Einband 256 Seiten
Sprache: Deutsch 
Preis: 19,99€

"Wir sind gesünder, als wir uns fühlen und die Industrie uns glauben lässt." Dieser Satz trifft den Inhalt ganz gut. Jedes unangenehme, unbekannte Gefühl stempeln wir gleich als ernsthafte Krankheit ein. Wir googeln unsere Symptome und ignorien Fakten und sehen Symptome die keine sind.
Der Autor Sebastian Herrmann möchte mit dem Buch Entwarnung geben. Er macht Laien deutlich was Globuli, Placebos, Nocebos etc. sind. Die Industrie will nur Profit machen, selbst durch gesunde "Patienten". Je gesüdner die Gesellschaft ist, desto kränker fühlen wir uns.
Ich fand es ganz entspannend dieses Buch zu lesen. Allerdings sind die Erkenntnisse nicht wirklich neu. Vieles wusste ich schon und ist der Mehrheit bekannt. So zum beispiel die Beipackzettel und den aufgeführten Nebenwirkungen. Wir wissen alle was auf solchen Zetteln steht und wie lang und schockieren die Liste der möglichen  Nebenwirkungen ist. Selbst bei harmlosen Medikamenten kann es zu schlimmen Nebenerscheinungen kommen. Ansonsten ist das Buch verständlich geschrieben, aber für Leute die mehr über die Gesundheitsindustrie oder gerne mehr über Statistiken erfahren möchte, sollte sich vielleicht ein anderes Buch aussuchen. 
Mich hat das Buch zum nachdenken angeregt und zum weiterrecherchieren. Es war alles recht oberflächlich beschrieben und hat mich neugierig gemacht. Aber das wars dann auch schon. Wirklich neue Erkenntnisse konnte ich dadurch nicht gewinnen.
Schade.

[Rezension I Buchtipp] Charlotte- David Foenkinos



Erscheinungsdatum Erstausgabe : 31.08.2015
Verlag : DVA
ISBN: 9783421047083
Fester Einband 220 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis::17,99€ 
 David Foenkinos hat es geschafft einen außergewöhnlichen biographischen Roman über die jüdische Kümstlerin Charlotte Salomon zu schreiben.
Die Jüdin Charlotte wächst in den 20ern und 30ern in Charlottenburg auf. Das Leben der Künsterlin war nicht immer einfach. In ihrer Familie haben sich mehrere Angehörige das Leben genommen, so auch ihre Mutter Franziska, die ihrer Tochter den Namen ihrer Schwester Charlotte gegeben hat, die auch Suizid begangen hat.
"An einem Grabstein lernt Charlotte ihren Namen lesen / Es hat also schon eine andere Charlotte vor ihr gegeben / Ihre Tante, die Schwester ihrer Mutter Franziska"

Anstatt in Depressionen zu versinken entdeckt sie die Malerei für sich und wird als letzte jüdische Künstlerin an einer Akademie aufgenommen.
"Malen, um nicht verrückt zu werden."
Sie gewinnt einen Preis, den sie als Jüdin allerdings nicht entgegen nehmen darf. Ihre Stiefmutter und ihr Vater raten ihr nach Frankreich ins Exil zu gehen. Aber auch dort dauert es nicht lange bis die deutschen Soldaten auftauchen. Im Exil arbeitet sie an ihrem Lebenswerk "Leben? Oder Theater". Wir begegnen Charlotte Salomon in der Vergangenheit und in der Geganwart. Sie hat Spuren hinterlassen.

Es ist schwer diesen Roman einzuorden, ob es nun eine Biographie ist, ein Bericht oder ein Roman. Aber eigentlich ist es unwichtig. David Foenkinos brilliert hier mit seinen kurzen und knappen Sätzen. Allein das Layout des Romans sticht heraus. Es sieht nicht aus wie ein Gedichtband, als ein literarisches Werk ,welches einem Roman ähnelt.
Es wirkt wie eine Zusammenstellung von Notizen und Gedanken. David Foenkinos entwickelt eine Faszination für die in Ausschwitz ermordete Künstlerin. Es gibt immer mal wieder Einschübe aus der Gegenwart, und die der Autor sich auf Recheresuche begibt. Ich hab wirklich angefangen seine Faszination zu teilen.
Es gibt viele Bücher über ähnnliche Themen, aber keines hat mich bisher so treffen können. Ich habe das Buch verschlungen und ich habe viel geweint. Es hat lange gedauert bis ich dieses Buch für mich verarbeitet habe. Es ist für mich sehr außergewöhnlich gewesen und nach Beenden habe ich im Internet nach Charlotte Salomon recherchiert. Ich habe es wirklich bedauert, dieses Buch als E-Book aus meiner Bibliothel ausgeliehen zu haben. Ich denke ich werde es mir in naher Zukunf kaufen, da ich glaube das es nicht das letzte Mal gewesen sein wird das ich es gelesen haben werde.
Ich muss wirklich dazu sagen, dass es ein depressives Buch ist, welches sehr zum Nachdenken anregt. Beim Lesen ist also Vorsicht geboten und Menschen die nah am Wasser gebaut sind, so wie ich, müssen damit rechnen das Tränen fließen. Absolute Leseempfehlung!

Dienstag, 16. Februar 2016

Gemeinsam Lesen #11 [All die verdammt perfekten Tage]

http://schlunzenbuecher.blogspot.de/


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven als eBook. [206/327].

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Ich sehe seinen SUV, bevor ich ihn sehe."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
„Wie alles, was vergeht, ist auch der heutige Tag vorbei, aber es war ein ziemlich guter Tag.“
Das Buch  ist voll von wunderschönen und nachdenklichen Zitaten. Es ist wirklich schön. Ich hatte ein bisschen bedenken, dass mir das Buch wegen seinem lockeren Schreibstil nicht zusagt. Aber es ist wirklich wundervoll. Die Charaktere wachsen einem wirklich ans Herz und man fühlt und fiebert mit ihnen mit.

4. Man sympathisiert oder verschießt sich in Serien schnell in den Antagonisten. Wie sieht es bei dir in Büchern aus? Bösewicht hui oder pfui?
Oft ist "Böse" nicht gleich "Böse". Aber prinzipiell kann es schon sein dass der Bösewicht mein Liebling wird. In Thrillern oder Krimis ist das eher nicht der Fall, aber in anderen Genres kann es schon mal passieren. Besonders wenn diese gut ausgearbeitet sind und viele verschiedene Facetten hat.



[Rezension] Das Mädchen mit dem Fingerhut - Michael Köhlmeier

Erscheinungsdatum Erstausgabe : 01.02.2016
Verlag : Hanser, Carl
ISBN: 9783446250550
Fester Einband 144 Seiten
Sprache: Deutsch
Preis: 18,90€

Ein kleines Mädchen kommt irgendwo in irgendeiner westeuropäischen Stadt auf den Markt. Sie hat Hunger. Aber sie versteht die Sprache nicht. Nur wenn dad Wort "Polizei" fällt, fängt sie an zu schreien.Sie weiß nicht woher sie kommt und auch nicht wie sie heißt. Als sie jemand fragt sagt sie Yiza, ab nun am heißt sie Yiza. Eines Tages wird sie auf der stra0e augegriffen und kommt ins Heim. Dort trifft sie zwei Jungs, einen großen und einen kleinen. Sie fliehen zusammen. Sie brechen in ein leerstehendes Haus ein, aber auch dort wird die kleine Yiza aufgegriffen und von ihren zwei neuen Freunden getrennt.


Der Roman ist mit seinen 144 Seiten eher eine Erzälung, die man in wenigen Stunden durchlesen kann. Die Sätze sind kurz und sachlich. Am Anfang ist es noch recht schön die Geschichte in solchen schörkellosen Sätzen zu erleben, aber mit der Zeit wird es anstrengend und man wünscht sich mehr Emotionen, die durch einen schönen Schreibstil vermittelt werden können. Das hat mir an diesem Roman leider etwas gefehlt,da das Thema doch sehr berührend ist. Mir kommt es jedoch so vor, als ob sie trotz geschilderter Reaktion auf die Umstände, teilnahmslos alles über sich ergehen lässt. Und das kann ich mir bei einem so kleinen Mädchen, auch wenn man das Alter nicht kennt, nicht vorstellen. Sie wird doch immer wieder von den Erwachsenen auf den Arm genommen und gestreichelt, was darauf hindeutet , dass sie noch ziemlich klein und jung ist.  Man sollte eigentlich Mitleid mit diesem kleinen Mädchen, welches nirgendswo hinzugehören scheint, haben, aber das ist bei mir nicht aufgekommen. Das Thema, fremd sein und sich fremd fühlen und sich doch irgendwie intergrieren zu müssen ist aktueller denn je. Doch leider konnte mich dieser kurze Roman nicht vollständig überzeugen. Es war schön zu lesen aber mehr leider auch nicht. Und für diese 144 Seiten  sind 18,90€ leider auch etwas teuer.

Sonntag, 14. Februar 2016

Wochenrückblick KW 6






Beendet


Das erste Buch was ich diese Woche beendet habe, habe ich auch erst diese Woche angefangen und innerhalb von zwei Tagen durchgesuchtet. Es handet sich um "Escape" von Jennifer Rush. Ich habe sehr viel Gutes davon gehört und hatte dementsprechend große Erwartungen. Diese wurden auch erfüllt. Es war wirklich super spannend und ich kontne gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es war wirklich ein Highlight und ich freue mich auf den zweiten und finalen Teil "Hide". [*****]




Als Sachbuch habe ich diese Woche "Der Krankheitswahn" von Sebastian Herrmann gelesen. Der Autor versucht hier dem Krankheitswahn entgegenuisteuern und deutlich zu machen, dass wir viel gesünder sind als wir es glauben. Spannend fand ich die Stellen in denen es um die Ernährungs-und Gesundheitsindustrie ging, und inwieweit aus Krankheitén bzw. Nicht-Krankheiten Profit schlagen und darauf  aus sind dass sich die Menschen sich unnötig sorgend. Es war sehr informativ und man macht sich danach mehr Gedanken darüber ob man nur einer Illusion unterliegt oder nicht.



Ich weiß nicht genau was ich zum "Susan-Effekt" von Peter Hoeg sagen soll. Es gibt sehr geteilte Meinungen dazu. Ich zähle zu der Sorte die dieses Buch gar nicht gut fand. Ich hab es einfach nicht verstanden. Ich wusste oft nicht was der Sinn hinter den Handlungen wat und fand die Personen und ihre Handlungen teilweise ziemlich suspekt. Ich hab es angefangen zu lesen weil ich das Thema ziemlich spannend fand. Susan besitzt nähmlich die Gabe, dass Menschen in ihrer Gegenwart vollkommen aufrichtig sind, diese Gabe wird der Susan-Effekt genannt. Abgesehen davon spielt die Geschichte in Dänemark und ich liebe Geschichten uns den nordischen Ländern. Leider hat es mich ziemlich enttäuscht udn verwirrt zurückgelassen. Schade. [**]


Freitag, 12. Februar 2016

Classic friday - Was ist ein Klassiker?/ literarischer Kanon



Es ist ein guter Moment gekommen um zu klären was überhaupt ein literarischer Klassiker ist.

"Klassische Literatur" widmet sich zeitlosen Themen, wie zum Beispiel Kindheit,Liebe die Suche nach seiner Identität etc.. Alle Werke können auch unabhängig von dessen Erscheinen gelesen werden.


Iso Cartman hat hierzu eine gute Definition aufgestellt:

“Klassiker sind Bücher der fernen und nahen Vergangenheit, deren Geheimnisse noch nicht ausgeplaudert sind. Auch wenn die vereinigte Zunft der Literaten dies schon versucht haben sollte. Es sind Bücher, zu denen ein Leser im Verlauf seines Lebens zurückkehrt, weil etwas, das er meistens selbst nur schlecht begreift, ihn wieder in sie hineinruft.”
“Die Bibliothek von Pila” (Suhrkamp 1994)

Donnerstag, 11. Februar 2016

Top 10 Thursday #5 10 bücher aus dem Rowohlt- Verlag

http://www.buecher-bloggeria.de/2016/02/aktion-top-ten-thursday-247.html

Top 10 Meine 3 Bücher aus dem Rowohlt - Verlag

Ich hab mal meine Regale druchstöbert und nur 3 Bücher aus dem Rowohlt- Verlag gefunden. Alle drei befinden sich auf meinem SuB.Dementsprechend kann ich leider keine Wertung abgeben.

Klappentext: Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Warum? Wer die evolutionären Webfehler in unseren Wünschen kennt, hat gut lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade – mit garantiert 20 Prozent weniger Ratschlägen als vergleichbare Bücher. ... und mit neuem Kapitel «Hirschhausens Buch verfolgt das Glück nicht. Es lässt das Glück kommen



Klappentext:Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht.


Klappentext:Clara ist anders als all die anderen Mädchen auf der Highschool: Ihre Mutter gehört zu den Nephilim. Auch in Claras Venen fließt Engelsblut. Mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, wird sie selbst zu einem Schutzengel werden. Vorausgesetzt, sie besteht ihre Bewährungsprobe. Doch die ist schwieriger als erwartet: Clara muss sich entscheiden – zwischen Himmel und Hölle, zwischen Christian und Tucker ...